Gift in aller Munde


So streichen Sie Dioxin vom Speiseplan
Gift in aller Munde
iStockphoto
Zum Frühstück ein Spiegelei – heiß und ohne Gift.

In so manchem Ei und Schnitzel versteckt sich Dioxin. Doch jeder kann sich vor diesem Gift schützen: mit einem Zettel, seinem Handy und einem vernünftigen Ernährungsplan. Auch nach dem Skandal ist das wichtig.

Dioxin, tödlicher als Rattengift

Dioxin ist kein bestimmtes Molekül, sondern ein Gemisch aus über 200 verschiedenen Stoffen. Einer dieser Stoffe ist sogar 500-mal giftiger als das Rattengift Strychnin. Allerdings macht auch beim Dioxin die Dosis das Gift: Eine tägliche Menge von einem Billionstel Gramm pro Kilo Körpergewicht gilt laut der Weltgesundheitsorganisation als ungefährlich. Regelmäßige, höhere Dosen erhöhen jedoch das Krebsrisiko.

Mit dem Handy in den Supermarkt

Das krebserregende Dioxin macht immer wieder Schlagzeilen – so auch aktuell. Eine Firma, die Fette für Futtermittel herstellt, verkaufte verunreinigte Produkte. Über die Futtermittel gelangte das Gift nun auf den Tisch. Vor allem Eier und Schweinefleisch sind betroffen. Zwar ist die Menge so gering, dass Dioxin-Eier nicht zu Vergiftungen führen, das Krebsrisiko könnten sie aber durchaus beeinflussen. Trotzdem muss jetzt niemand auf sein Frühstücksei verzichten, vor allem wenn er auf die Produktstempel achtet. So sollten Eier mit diesen Codes im Supermarkt lieber im Regal bleiben:

2-DE-0355461, 3-DE-0312141, 2-DE-0312142, 2-DE-0312151, 2-DE-0513912, 3-DE-0514411.

Wer sich diese Codes notiert, ist also auf der sicheren Seite. Natürlich ist nicht auszuschließen, dass weitere Eier negativ auffallen. Mobiltelefonhersteller bieten deshalb eine Software an, die mit einer ständig aktualisierten Code-Liste arbeitet. Ein einfaches Foto mit der Handykamera reicht aus, um das Ei zu prüfen. Stammt das Ei von einem Huhn, das mit Dioxin verseuchtem Futter gefüttert wurde, warnt das Handy den Verbraucher und schützt ihn so vor der momentanen Dioxin-Belastung.

Dioxin – auch ohne Skandal ein Skandal

Doch nicht nur aktuell stellt Dioxin eine Gefahr dar. Auch sonst lassen sich in Nahrungsmitteln Dioxin-Spuren nachweisen. Zwar stellt das Gift keiner gezielt her, aber als Nebenprodukt fällt es überall an: im Straßenverkehr, bei der Müllverbrennung, in der Kläranlage, in der Metallindustrie und sogar bei Waldbränden. Dabei gelangt das Gift in Böden, Flüsse und Meere, und von dort in die Nahrungskette. Milch und Eier enthalten immer Spuren von Dioxin. Fisch aus Nord- und Ostsee gelten als besonders belastet. Gemüse und Obst reichern dagegen kein Dioxin an – mit Ausnahmen wie die Zucchini.

Wer aber nicht jeden Tag Nordseefisch oder fünf „normal“ belastete Eier isst, nimmt keine gefährliche Dioxin-Menge auf – bedenklich bleibt sie dennoch. Deshalb wollen Umweltbehörden die Belastung in Böden und Gewässern weiter reduzieren – damit auf dem Speiseplan der Zukunft weniger Gift steht.

News

Weniger Fleisch ist gesünder
Weniger Fleisch ist gesünder

Viele Vorteile für die Gesundheit

Was wäre, wenn….? Diese Frage hat sich ein amerikanisches Forscherteam in Bezug auf einen geringeren Fleischanteil in der Ernährung gestellt. Berechnungen am Modell haben erstaunliche Effekte auf die Gesundheit gezeigt.   mehr

Zum Check-up in die Röhre?
Zum Check-up in die Röhre?

Sinn und Unsinn von Ganzkörper-MRTs

Privatkliniken und Diagnostikzentren werben vermehrt mit MRTs für den gesamten Körper. Auf diese Weise sollen Erkrankungen früh entdeckt werden. Klingt verheißungsvoll, doch funktioniert das auch?    mehr

Helfen E-Zigaretten beim Rauchstopp?
Helfen E-Zigaretten beim Rauchstopp?

Gegen die Sucht

E-Zigaretten mit Nikotin unterstützen einen Rauchstopp offenbar etwas besser als Nikotinpflaster oder -kaugummis. Doch die Mehrheit schafft den Ausstieg auch damit nicht. Und ob E-Zigaretten langfristig beim Aufhören helfen, ist noch offen.   mehr

Warnung vor Tiefkühlbeeren
Warnung vor Tiefkühlbeeren

Keime überleben die Kälte

Tiefkühlbeeren sind lecker und schnell serviert. Doch wer sie direkt aus dem Gefrierfach in Smoothies, Desserts oder andere Speisen gibt, geht ein gesundheitliches Risiko ein: Krankheitserreger können die Kälte überstehen.   mehr

Nitrospray richtig anwenden
Nitrospray richtig anwenden

Bei Brustenge und Herzschmerzen

Wer unter Angina-pectoris-Anfällen leidet, hat meist ein Notfallmedikament als Spray oder Kapsel dabei. Das darin enthaltene Nitrat hilft schnell gegen Brustenge und Herzschmerz. Voraussetzung ist allerdings, dass man es richtig anwendet.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Heilpflanzen A-Z

Heilpflanzen

Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

Mehr erfahren
Rotkreuzplatz-Apotheke
Inhaber Natale Vitello
Telefon 089/16 15 33
Fax 089/16 43 23
E-Mail rotkreuzplatz-apotheke@gmx.de