Fasten: Auf kleine Sünden verzichten


Von Komplett-Verzicht ist abzuraten
Fasten: Auf kleine Sünden verzichten

Nach den tollen Tagen kommt dem einen oder anderen Narren ein wenig Abstinenz ganz gelegen. Doch auch, wer nicht ausgiebig über die Stränge geschlagen hat, übt sich während der Zeit vor Ostern gerne im Verzicht. Was es beim Fasten zu beachten gibt, erklärt Franz Pilz von der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH).

Kleine Impulse für die Gesundheit

Eine wirklich interessante Chance birgt die Fastenzeit für all diejenigen, die sich von einem Laster trennen wollen. So verzichten viele auf kleine Sünden wie Schokolade oder Alkohol. „Wer liebgewonnene Rituale oder Laster entbehrt, besinnt sich auf das Wesentliche“, rät Pilz. Auch seinen Alltag durch bewusste Entspannungsphasen zu entschleunigen, sei eine Möglichkeit des Fastens. „Das wirkt sich positiv auf das Allgemeinbefinden aus: Wer Stress vorbeugt, lebt gesünder!“ Da Fasten zumindest bei bestimmten Medikamenten und Erkrankungen nicht sinnvoll ist, sollten chronisch kranke Menschen im Zweifelsfall einen Arzt hinzuziehen.

Fasten als Diät unbrauchbar

Zum Abnehmen eignet sich das Fasten dagegen weniger. Nach der Fastenzeit droht der Jojo-Effekt, sobald man in die alten Lebensgewohnheiten verfällt. Allerdings kann das Fasten einen Impuls für einen gesunden Lebensstil geben. „Niemand braucht deshalb tagelang komplett auf feste Nahrung zu verzichten“, erläutert Pilz. „Im Gegenteil: Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht ist vom Heilfasten eher abzuraten.“ Es bringt weder eine dauerhafte Gewichtsreduktion noch sind viele angeblich positive Eigenschaften wie das Entschlacken wissenschaftlich belegt.

Tipps zum Fasten

Wer sich in den kommenden sieben Wochen bis Ostern die eine oder andere Sünde verkneifen will, sollte Folgendes beachten:

  • Nur verzichten, wenn Sie es selbst ernsthaft wollen und nicht, weil andere es von Ihnen erwarten.
  • Sich fragen: Ist es der richtige Zeitpunkt? Wenn es Ihnen nicht gut geht, sollten Sie sich nicht zum Fasten zwingen.
  • Realistische Ziele setzen: Wer auf Süßigkeiten, Kaffee und Fernsehen gleichzeitig verzichten will, hält schwieriger durch. Es droht Frust! Lieber ein Ziel nach dem anderen setzen.
  • Gesunde Alternativen suchen: Ein süßer Schokoladen-Ersatz ist zum Beispiel Obst.
  • Kreativ sein – Man muss nicht immer auf Ess- und Trinkbares verzichten: Besuchen Sie Ihre Freunde statt bei Facebook zu posten. Oder lassen Sie das Auto für kurze Wege mal stehen.

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Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

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