Keine Rohmilch für Kinder


Milch häufig mit Keimen belastet
Keine Rohmilch für Kinder

Milchprodukte sind ein wichtiger Bestandteil der Ernährung. Für Kinder, Schwangere und Menschen mit schwachem Immunsystem sollte aber nur pasteurisierte Milch auf den Tisch kommen. Rohmilch enthält häufig Bakterien und Krankheitserreger. Darauf weist der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hin.
EHEC-Bakterien in Rohmilch
Milch versorgt uns mit wichtigen Nährstoffen wie Eiweiß, Kalzium, Kalium, Phosphor und Magnesium. Eiweiße sind wichtig für den Aufbau von Muskeln, Kalzium stärkt Knochen und Zähne. Doch Rohmilch und Rohmilchprodukte von Kühen, Ziegen und Schafen enthalten oft Bakterien, die gefährliche Infektionen auslösen. Die Erreger gelangen trotz Sauberkeit im Stall beim Melken in die Milch.

Zu den häufigsten Keimen gehören EHEC, ein Vertreter der E.coli-Bakterien und Campylobacter-Bakterien. Auch Viren, die die gefährliche Hirnhauterkrankung FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) auslösen, können durch Rohmilchprodukte vom Tier auf den Menschen übertragen werden. „Die meisten Erreger in Rohmilch führen zu Magen-Darm-Problemen, Erbrechen, Durchfall mit Fieber und Kreislaufbeschwerden. Bei schweren Fällen von EHEC-Erkrankungen können auch blutiger Durchfall und Nierenversagen auftreten – das hämolytisch-urämische Syndrom, abgekürzt HUS“, erklärt Dr. Ulric Fegeler, Kinder- und Jugendarzt in Berlin. Das Robert Koch-Institut (RKI) verzeichnete 2013 allein in Berlin 1.600 EHEC-Erkrankungen und knapp 80 HUS-Fälle.

Besondere Vorsicht vor ausländischen Produkten
Vor allem im Ausland ist vom Verzehr von Rohmilch abzuraten. Es besteht die Gefahr, sich mit Brucellose anzustecken, in seltenen Fällen auch mit Darmtuberkulose. „Die Brucellose löst eher unspezifische Symptome wie Gelenkbeschwerden, Müdigkeit und Leber- oder Milzvergrößerungen aus, kann aber auch schwer verlaufende Krankheitsbilder wie das Malta-Fieber verursachen“, warnt der Experte. Betroffen sind beispielsweise Rohmilchprodukte aus Südosteuropa, dem Mittelmeerraum und dem Nahen Osten.

Kennzeichnung von Rohmilchprodukten

In Europa müssen alle Produkte aus Rohmilch nach der EU-Verordnung 853/2004 klar gekennzeichnet sein. Milch trägt die Aufschrift „Rohmilch“, auf weiter verarbeiteten Produkten muss „mit Rohmilch hergestellt“ vermerkt sein. Die Kennzeichnung der Waren erfolgt in der jeweiligen Landessprache. Um sich vor einer Ansteckung mit Bakterien oder Viren zu schützen, sollten Verbraucher bei Milchprodukten ein Auge auf die Zutatenliste haben. Vor allem Kinder, Menschen mit geschwächtem Immunsystem und Schwangere greifen besser auf pasteurisierte Milch zurück.

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Eine Heilpflanze (auch Drogenpflanze oder Arzneipflanze genannt) ist eine Pflanze, die in der Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) wegen ihres Gehalts an Wirkstoffen zu Heilzwecken oder zur Linderung von Krankheiten verwendet werden kann. Sie kann als Rohstoff für Phytopharmaka in unterschiedlichen Formen, aber auch für Teezubereitungen, Badezusätze und Kosmetika verwendet werden.

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